szmmctag

  • Emerald Princess – Von Istanbul nach Rom – Rom 04.07.2015

    Schon rum…. gestern abend mußten die Koffer vor die Tür – man konnte sich seine Ausschiffungszeit innerhalb von einigen Zeitfenstern aussuchen.

    Da ich eine Reservierung für einen Transferbus getätigt hatte, wollte ich relativ früh von Bord. (also – nicht früh früh….)

    Ich habe hier gebucht – es stand nicht sofort fest, ob es einen Bus geben wird oder ob nur Einzelfahrten stattfinden. Ich wurde aber sehr nett auf dem Laufenden gehalten und rechtzeitig vor Abreise war klar – der Bus wird fahren. Man hat mir sogar zu Hause freundlich auf den Anrufbeantworter gesprochen, um mir einen Zwischenstand zu geben. Mails wurden schnell beantwortet.

    http://www.civitatours.com/de/transfer-aereoporto.html

    Da ich ggf. gewußt hätte, wie ich auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen komme, habe ich die Entscheidung einfach auf mich zukommen lassen (man kann ggf. auch prima mit dem Zug von Civitavecchia nach Rom fahren und dort umsteigen zum Flughafen).

    Das Schiff legt in Civitavecchia an. Seit meinem letzten Besuch hier wurde der Ausgang aus dem Hafen verlegt – man wird nun mit Shuttlebussen zu einer Art Sammelstelle am Largo della Pace gebracht. Hier herrscht eine Art von italienischen Tumult – jeder hält den Passagieren Schilder entgegen – Ausflüge, Transfers – alles könnte man vermutlich auch noch kurzfristig bekommen.

    Die MItarbeiter von Civitatours erwarten die Gäste und mit einem Shuttle wird man zu einem anderen Parkplatz gebracht, wo dann Gäste und Gepäck markiert werden nach Flughafen und Stadt.

    Zuerst fährt der Bus zum Flughafen. Chaos pur. Unglaublich schlechte Informationen. Eingecheckt bin ich schon – nun würde ich gerne meinen Koffer loswerden. Ich finde die Schalter der Lufthansa – nur um gesagt zu bekommen, daß man mein Gepäck noch nicht entgegennehmen kann. Erst 3 Stunden vor Abflug kann man das abgeben.

    Es gibt nur ganz wenige Sitzplätze – somit sitzen Unmengen Menschen auf Koffern herum, alles steht im Weg.

    Tja – und nun fällt das Stichwort…. Toilette…. mit Koffer und Handgepäck und Handtasche. Die Schlange ist unendlich. Als ich endlich vorgerückt bin, wird mir klar, warum. 8 Toiletten – davon 5 geschlossen mit einen Aufkleber “defekt” und eine weitere nicht geschlossen – aber mit defekter Spülung.

    Das ist die Ausstattung für ein komplettes Terminal.

    Innerlich beginne ich zu fluchen.

    Irgendwann werde ich dann doch meinen Koffer los – und darf nun feststellen – Lufthansa hat es nicht für nötig gefunden, auf der Bordkarte zu vermerken, wo denn nun das Boarding stattfindet. Also in eine weitere lange Schlange “Information” – wo ich die nicht ganz unwesentliche Info erhalte – in einem ganz anderen Terminal. Öha….

    Nun gut. Also Fußmarsch dorthin. Ab durch die Sicherheit. Wer glaubt, dahinter wurde es ruhiger – ach wo.

    Die Shoppingzone – ein enger Bereich – und nichts war irgendwie preisattraktiv. Shopping also auf Null heruntergefahren.

    Die Toiletten – nicht anders als vor der Sicherheitsschleuse: zu wenig und vor jeder Menschenschlangen bis weit vor die Türen.

    Immer 6-8 Boardingsschalter für verschiedene Flüge waren zu einer Art Stern zusammengefaßt – und für alle zusammen stehen etwa 60-80 Sitzplätze zur Verfügung.

    In ein Flugzeug passen etwa 150-200 Gäste. Wenn also 1200 Gäste versuchen, sich auf 80 Sitzplätzen zu verteilen, ist klar, daß das Chaos herrscht.

    Irgendwann erhalte ich auf mein Smartphone eine Info, daß sich auch das Gate nun geändert hat. Da zeigen die Infotafeln noch lange das alte Gate an – für einige Gäste dürfte es knapp werden – denn der Weg vom alten Gate zum neuen ist relativ weit.

    Aber irgendwann sitze ich dann doch im Flugzeug. Gegen Rom Fiumicino erscheint einem ein startendes Flugzeug als eine Oase des Friedens… immerhin ein eigener Sitzplatz.

    Ich fange an zu vermuten, daß der Brand am 7. Mai 2015 auf dem Flughafen von einem genervten Gast gelegt wurde, der dachte, er gibt mal den Nero (Rom soll brennen…. quo vadis)

    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/rom-flughafen-fiumicino-nach-feuer-stundenlang-gesperrt-a-1032529.html

    Nun gut – über sowas spottet man nicht.

    In München landen wir pünktlich – ich komme mir angesichts der Ruhe wie in einem Zen-Garten vor – und – hey – ihr glaubt nicht, wieviele funktionsfähige saubere Toiletten es in München am Flughafen überall gibt!

    Der beste Mitreisende der Welt steht schon parat und erwartet mich – und so geht eine wunderbare Reise entspannt zu Ende.

  • Emerald Princess – Von Istanbul nach Rom – Neapel 03.07.2015

    Heute ist der Weg gar nicht besonders weit - unser Schiff kommt nach Neapel.

    Es ist mein dritter Aufenthalt während einer Kreuzfahrt in Neapel und ich habe mit natürlich schon überlegt - was will ich diesmal. Einmal waren wir ja in Pompeji, das zweite Mal dann in Herkulaneum.

    So gab es für heute einige Optionen: Ich könnte die Fähre nach Capri nehmen und mir die Insel ansehen (manche sagen ja Capri sehen und sterben - das war eigentlich nicht der Plan - davon abgesehen lautet es korrekt "Neapel sehen und sterben" und es handelt sich um ein Wortspiel: Die deutsche Übersetzung des ursprünglich italienischen Sprichwortes »Vedi Napoli e poi muori« ist nämlich nicht ganz korrekt. In der italienischen Sprache entsteht nämlich durch die Verwendung des Wortes »Muori« ein Wortspiel. Es handelt sich dabei sowohl um einen kleinen Ort in der Nähe von Neapel als auch um das Verb »sterben«.

    Also - heute wird nicht gestorben.

    Dann könnte ich die Amalfiküste entlangfahren - nur - Mietwagen will ich nicht (und auf der Straße klemmt man dann kamikazeartig zwischen Massen von Bussen) und beim Zugfahren geht es nicht die Küste lang.

    Oder - hochexotisch - ich kann mir Neapel angucken.

    Ich entscheide mich ganz frivol für Variante 3.

    Zudem hat Franz Neumeier im März einen ganz tollen Bericht auf seiner Kreuzfahrt-Webseite gehabt über Neapel und mich damit auf Ideen gebracht:

    http://www.cruisetricks.de/napoli-sotterranea-neapels-geheimnisvolle-unterwelt/

    Kurzer Einschub - an dieser Stelle möchte ich die Webseite Cruisetricks mal besonders loben - tolle Informationen, ungewöhnliche Ausflugstipps, detaillierte Schiffsbilder - in meinen Augen eine der besten Infoseiten, wenn man sich auch nur andeutungsweise für Seereisen interessiert!

    Mein Plan ist es also, sowohl die beschriebene Tour zu machen, als auch den Bourbonen-Tunnel zu besichtigen.

    http://www.tunnelborbonico.info/en/
    http://www.napolisotterranea.org/en/naples-underground/

    Ich kann es hier schon sagen - ambitioniert gescheitert:>>

    Es fängt damit an, daß der Hafen "voll" ist und wir den Katzentisch bekommen. Anders gesagt - an der Stazione Marittima liegen 2 andere Schiffe

    und wir an einer anderen Mole. Von dort bringt uns ein Shuttlebus zum Hauptausgang.

    Das ist übrigens ein ganz interessanter Anblick:
    Hier liegt rechts die wirklich große MSC Divina mit 3900 möglichen Passagieren und 1370 Personen Besatzung - 333 m lang und 38 m breit.

    Und links ist die Allure of the Seas - eines der größte Schiffe der Welt - mit 5400 möglichen Passagieren und 2165 Personen Besatzung, 360 m Länge, 60,50 m Breite

    Dagegen ist "meine" Emerald Princess winzig mit mit 290 m Länge, 36 m Breite, 3080 Passagieren und 1200 Personen Besatzung. Drum hatten wir den "Katzentisch".....

    Dann hat ein guter Freund einen runden Geburtstag und ich möchte gratulieren - und mein Smartphone weigert sich, sich ins italienische Netz einzubuchen. Also rufe ich von einem Münztelefon aus an. Ihr könnt Euch das Wort auf der Zunge zergehen lassen. MÜNZTELEFON!
    Selbst ich als bekennender Smartphone-Muffel kann mich nicht erinnern, vor wieviel Jahren ich zuletzt vorher ein MÜNZTELEFON genutzt habe.
    Immerhin - da war eins, betriebsbereit und frei!

    Glückwunschanruf - erledigt.

    Dann ist Neapel derzeit am Hafen eine Großbaustelle. Das ist seit einigen Jahren so und wird noch länger so bleiben. Erste Erfolge sind schon spürbar - so geht die U-Bahn jetzt bis zum Hafen!
    Nachteil - es tut sich gerne mal ein tiefes Loch auf, wo letztes Jahr noch keins war.

    Und mein Orientierungssinn wird empfindlich gestört, ich muß einige Umwege laufen, weil die Baustelle im Weg ist und mein Zeitplan gerät aus dem Takt. Ich stelle fest - ich werde es auf keinen Fall rechtzeitig zum Beginn der Führung schaffen und muß mich nun entscheiden, welche der beiden Touren ich machen möchte.

    Ich entscheide mich, den Bourbonentunnel zu streichen und nur Napoli Sotterana zu besuchen. Und schon entspannt sich die Lage und ich habe gemütlich Zeit, durch Neapels Straßen zu bummeln. Ich laufe die Via Toledo entlang - ein wunderbares Mischmasch kleiner Lädchen, Handwerksbetriebe, der Galeria Umberto und durch die Krippenbauerstraße, bis ich den Zugang zur "Unterwelt" erreiche.

    Eine kleine Verschnaufpause bleibt noch, bevor die Führung beginnt.

    Unten ist es konstant 16°C kühl - durchaus frisch, nachdem wir draußen kräftige 35°C hatten. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr konstant.

    Und es ist relativ dunkel - so daß meine Bilder leider qualitativ zu wünschen übrig lassen.

    Wir laufen durch Räume, die zum Teil Wasserspeicher waren, zum Teil als Luftschutzbunker genutzt wurden.

    Auch heute noch sind hier Wasserspeicher - bloß nicht mehr mit der elementaren Bedeutung für die Stadt.

    Hier geht´s weiter:

    https://wendytier.wordpress.com/2015/08/17/emerald-princess-von-istanbul-nach-rom-neapel-03-07-2015/

  • Emerald Princess – Von Istanbul nach Rom – Messina 02.07.2015

    Die Reise geht weiter - heute erreicht das Schiff Messina auf Sizilien. Ich war schon einmal hier - damals sind wir mit einem Leihwagen zum Ätna gefahren. Da ich diesmal allein unterwegs bin, habe ich wenig Lust auf einen Leihwagen.

    Einen Schiffsausflug möchte ich eigentlich auch nicht buchen. Interessieren würde mich zwar Taormina - aber ich muß feststellen - es gibt keine Möglichkeit, innerhalb der Liegezeit des Schiffes mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin zu gelangen (und vor allem: rechtzeitig wieder zurückzukommen).

    Also beschließe ich - ich bummel einfach ein wenig durch Messina.

    Die Stadt ist im Vergleich zu anderen italienischen Städten nicht sehr spektakulär. Die Stadt hat eine Viertelmillion Einwohner und - ja - die Straße von Messina ist wirklich beeindruckend - denn man kann tatsächlich nach Italien aufs Festland gucken. Schon irgendwie aufregend.

    Die Stadt wurde immer wieder durch Erdbeben zerstört - der zweite Weltkrieg tat ein übriges - und so gibt es wenig "historische Altstadt" und mehr "schnell hochgezogene Bauten", auch wenn die Stadt schon im 8. Jahrhundert vor Christus besiedelt wurde (und auch so gut wie immer besiedelt war).

    Der Platz vor dem Dom mit dem Orionbrunnen

    Ich war dann drin (sehr hübsch und vergleichsweise schlicht)

    und habe mich köstlich amüsiert:

    Hier geht es weiter:

    https://wendytier.wordpress.com/2015/08/11/emerald-princess-von-istanbul-nach-rom-messina-02-07-2015/

  • Emerald Princess – Von Istanbul nach Rom – Seetag 30.06.2015 und Malta 01.07.2015

    Der 30.06. war ja gleich wieder ein Seetag - der "plätscherte" so vor sich hin - wir hatten bestes Wetter.
    Ein Erlebnis war es, Delphine neben dem Schiff schwimmen zu sehen - aber wie immer - die sind zu schnell für ein gutes Foto...

    Am ersten Juli erreichten wir Malta. Für mich nicht der erste Besuch - aber Malta hat ja so viel zu bieten. Eigentlich wollte ich gerne das Hypogäum besuchen

    Das Hypogäum von Ħal-Saflieni ist eine im Neolithikum, zwischen 3800 und 2500 v. Chr. auf Malta genutzte unterirdische Anlage, die wohl für die Bestattung der Toten und als Heiligtum diente. Das Hypogäum wird seit 1980 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt und wurde in die Nationale Inventar der Kulturgüter der maltesischen Inseln aufgenommen.
    (Wikipedia)

    Leider war ich dafür zu planlos - bzw. - mir kam der Gedanke, daß man hier den Eintritt vorab buchen kann und soll zu spät.
    Das Hypogäum ist etwa 2 Monate im voraus generell ausgebucht. Die Tempelanlage kann nämlich nur in beschränktem Umfang besucht werden – derzeit werden in der Regel täglich acht Führungen mit je maximal zehn Personen durchgeführt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hypog%C3%A4um_von_%C4%A6al-Saflieni

    Also hatte ich mir vorgenommen, dieses Mal nach Mdina zu fahren.

    Online wirbt ein Anbieter mit Hop-On-Hop-Off Touren auf Malta - der Preis soll 20 € sein.
    Ich kann nur davon abraten, vorab zu buchen. Bei Ankunft traten sich die Anbieter gegenseitig auf die Füße - es gibt mindestens 3 Anbieter - die Touren und Haltestellen sind quasi identisch. Vor Ort wird das Tagesticket für 10 € verkauft.
    Allerdings - das ist wichtig - hier kann man NICHT mit dem gleichen Ticket bei allen Anbietern einsteigen. Für die Gäste ist das manchmal schwer erkennbar (oder zumindest schwer verständlich - vielleicht wollen manche Gäste das auch nicht verstehen....)

    Wer übrigens nach Malta kommt - Malta hat einen recht gut sortierten Ankunfts-Duty-Free Shop - vor allem die Raucher dürften hier auf ihre Kosten kommen - eine Stange Zigaretten kostete zwischen 18 € und 23 €.

    Vor uns "parkte" gerade ein MSC Schiff ein - so blieb genug Zeit, das aus irgendwelchen Gründen ganz besondere morgendliche Licht über Valetta zu genießen.

    Hier gehts weiter:

    https://wendytier.wordpress.com/2015/07/22/emerald-princess-von-istanbul-nach-rom-seetag-30-06-2015-und-malta-01-07-2015/

  • Emerald Princess – Von Istanbul nach Rom – Mykonos 29.06.2015

    Jetzt muß es mal weitergehen – heute steht der erste Hafen der Reise an – Mykonos.

    Mykonos ist zugleich auch der einzige Ort auf dieser Reise, an dem ich noch nie gewesen bin. Natürlich bietet die Reederei auch Ausflüge an – ich habe mich – wie immer – dazu entschieden, meine Besichtigungen auf eigene Faust zu unternehmen.

    Das Schiff legt im “neuen Hafen” an – zu Fuß bei Sommerhitze wäre es doch ein gutes Stück zu laufen, um zum alten Hafen zu gelangen, von wo aus meine Besichtigung starten soll. Ich möchte nämlich mit dem Schiff (kaum verläßt sie ein Schiff, schon geht sie auf das nächste….könnte man ja denken) zur Insel Delos fahren. Warum Delos?

    Delos ist eine Insel im Zentrum der Kykladen. Sie ist nur 3,5 km² klein, fast gänzlich unbewohnt, aber wegen ihrer Bedeutung in der Antike ein vielbesuchtes Ziel in der Ägäis. Im Jahr 1990 wurde die Insel von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

    https://de.wikivoyage.org/wiki/Delos

    Delos war in der Antike sehr wichtig – auf Delos wurden gleich zwei griechische Götter geboren: die Zwillinge Apollon und Artemis. Vater war Zeus, die Mutter war Leto, wie bei Zeus üblich, eine seiner zahlreichen Geliebten. Natürlich war Hera, die Gemahlin von Zeus, eifersüchtig, und so versuchte sie die Geburt zu verhindern. Poseidon schickte die schwimmende Insel Delos, und auf dem Hügel Kynthos konnte dann Leto unter einer Palme ihre Kinder mit Hilfe der Hebamme Eileithyia zur Welt bringen.

    Hier gehts weiter:

    http://wendytier.wordpress.com/2015/07/21/emerald-princess-von-istanbul-nach-rom-mykonos-29-06-2015/

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