szmmctag

  • www.buch7.de - Shoppen und dabei Gutes tun

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    Ja – die backen noch kleine Brötchen – mit multinationalen Konzernen nicht zu vergleichen.

    Aber warum nicht die „Kleinen“ unterstützen? Buch ist Buch….

    Zahlen geht bequem per Lastschrift, Paypal

    „Ab der zweiten Bestellung können Sie per Lastschrift bezahlen, bei der ersten per Vorkasse, Sofort¬überweisung oder PayPal. Der Grund: Ein Zahlungsausfall vernichtet die Spenden von 10 Bestellungen.“

  • MS Eurodam - Baltische See - 20.06. Stockholm

    Heute steht schon wieder eine Stadt auf dem Programm, in der ich noch nie war - aber immerhin - der kleine Bruder! Denn als meine Eltern zu passionierten Skandinavien-Urlaubern wurden, war ich ein Teenager und hab freiwillig die Katze und das Haus gehütet, um nicht mehr mit den Eltern in den Urlaub zu fahren.

    Im strahlenden Licht (na ja - das strahlende Morgenlicht fängt ja so gegen 2 Uhr nachts an.....) fahren wir durch die Schären.

    Saltkrokan ist quasi überall....

    Mehr Infos gibt es hier:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Stockholm
    http://www.visitstockholm.com/en/de/

    Wir erreichen den alten Hafen - wir haben Glück - denn der neue Hafen liegt etwas außerhalb (ist aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar). Wir haben aber quasi "Altstadtlage".

    Ich hatte mich kundig gemacht - es gibt auch hier Hop-On-Hop-Off Busse - und auch Boote. An manchen Stellen kann man vom Boot in den Bus umsteigen - und bei einer Stadt mit einem großen Wassergelände ist es schon sehr praktisch, wenn man nicht immer "komplett außen rum" muß - sondern quer rüber kann. Wir hatten uns also für das Kombi-Ticket entschieden.

    Nach dem Anlegen des Schiffes fuhren die Busse bis direkt vors Schiff, damit die Leute schnell einsteigen konnten. Später hielten sie dann einige Meter entfernt außerhalb des eingezäunten Hafengeländes.

    Der Schiffsanleger für die Boote ist direkt "hinterm Schiff". Perfekt.
    Es gibt 2 Gesellschaften - die "rote" und die "grüne" - die allerdings gegenseitig die Tickets anerkennen. Man kann also den Bus/das Schiff nehmen, das als erstes kommt. Deswegen ist es denen auch egal, bei welchem Verkäufer man kauft. Es steht irgendwo im Prospekt ganz kleingedruckt - wohl dem, der es liest. Das spart viel Zeit.

    Der offizielle Preis laut Prospekt für ein 72 Stunden-Ticket 450 Schwedische Kronen - das wären knapp 50 € oder 350 Kronen für 24 Stunden = 38,50 €.
    Direkt am Verkaufshäuschen vor dem wurde uns für ein 2-Tagesticket aber nur 320 Kronen berechnet - nannte sich auf dem Ticket dann Cruise-Spezial.

    Es lohnt sich also, nicht schon vorab zu kaufen, sondern einfach bei den Verkäufern vor dem Schiff. Es war generell billiger als online vorab.

    Das war auch kein Verkauf "unter der Hand", sondern ganz offiziell mit Kreditkarte, Beleg usw.

    Wir "hoppten" gleich mal ins Boot - alle Busse und Boote waren übrigens festliche geschmückt - denn es war Midsommar! Die Mädchen hatten alle Kränze auf dem Kopf - es war wirklich "Astrid-Lindgren-Wohlfühlstimmung".

    Ach ja - auch hier wieder: In Bussen und Booten gab es freies W-Lan. Nicht doof, um unterwegs schnell die Emails abzurufen, wenn man das will.

    Das Boot schipperte ums Schiff

    Im Hafen ist ne Menge los - kommerzielle Seefahrt - aber auch Schweden, die an Midsommar mit dem Bötchen zu ihrer Sommerhütte fahren.

    Irritierend, von so weit unten aufs Wasser zu gucken ;D

    Erster halt war das Fotografiska Museet
    http://fotografiska.eu/

    Ich war nicht drin, der kleine Bruder war "nur" im Shop - er meinte, man hätte dort schon den Shopping-Flash bekommen können....

    Die Fahrt führt an der Jugendherberge vorbei

    Ja - das Schiff ist die Jugendherberge
    http://www.rygerfjord.se/de/

    Es gibt noch ein weiteres Schiff als Jugendherberge

    http://www.vandrarhemstockholm.se/city/afchapman.html

    Weiter geht es am Nationalmuseum vorbei - man sieht auch hier eine der vielen (alten) Fähren, die durch das Hafenbecken flitzen und die Stadtteile miteinander verbinden. Viele sind heute aber auch für Festgesellschaften vermietet.

    Ich liebe Städte, die am Wasser liegen. Das hat so ein eigenes Flair - und Skandinavien hat zudem noch so ein ganz eigenes Licht.

    Seht ihr das kleine grüne Autochen? Das ist eine mobile Touristeninformation - die wird dahin gefahren, wo gerade was los ist, Kofferraumklappe auf und man ist für die Gäste da!

    Hier fand ich den Sonnenschutz am Haus so lustig - das war doch ein Bild wert!

    Fähren-Stau

    Die teuerste Straße Schwedens:

    Das ist der Blick auf die Insel Djurgården - zum einen eine sehr noble Wohngegend - hier wohnt zum Beispiel Prinz Carl Philip mit seiner Verlobten. Djurgården ist darüber hinaus aber auch ein Vergnügungsviertel, hier ist das Freilichtmuseum Skansen, Gröna Lund (ein stationärer Rummelplatz), das Abba-Museum, das Vasa Museum, das nordische Museum und und und.

    Hier sieht man Junibacken und das nordische Museum

    http://www.junibacken.se/deutsch
    http://www.nordiskamuseet.se/en

    Und hier das Vasa-Museum:

    http://www.vasamuseet.se/sv/Sprak/Deutsch/

    Und wer alles tun will, damit das gute Essen wieder nach oben kommt - Gröna Lund bietet eine Menge Möglichkeiten:

    So - jetzt sind wir mit dem Boot einmal um den kompletten Hafen herumgefahren - nun geht es zu Fuß weiter:

    Wir sehen noch die letzten Musikanten der Wachablösung:

    Wir kaufen lustige Bonbon-Locken

    Das Theater (ich glaube, das KÖNIGLICHE Theater)

    Ein bißchen Regen hält die Schweden auch nicht davon ab, in ihr geliebtes Skansen an Midsommar zu gehen

    http://www.skansen.se/de/kategori/deutsch

    Das Wort Freilichtmuseum beschreibt es auch irgendwie unzureichend.
    "Bei Skansen wird die Sommersonnwende drei Tage lang gefeiert. Dieses Fest zieht das größte Publikum an. Alle wollen mithelfen beim Schmücken des Mittsommerbaumes mit Laub und Blumen und alle wollen gemeinsam mit Skansens Volkstanzgruppe tanzen. Am Abend spielt ein Orchester zum Tanz auf."

    Hätte ich nicht selbst gesehen, was für Menschenmassen anstanden, hätte ich nicht geglaubt, daß junge Leute da hin gehen und feiern. Aber wie gesagt - man sieh auch in der Stadt viele Mädchen mit den Kränzen auf dem Kopf....

    Man merkt jetzt auch deutlich, wie sich die Stadt leert - denn Midsommar schließen auch alle Geschäfte gegen 15 Uhr spätestens (wenn sie überhaupt geöffnet haben).

    So machen wir uns auch langsam auf den Rückweg zum Schiff, genießen den restlichen Tag.

    Und mit diesem Bild (gegen 22 Uhr) verabschiedet sich der Tag

  • MS Eurodam - Baltische See - 19.06. Helsinki

    Das Schöne an einer Kreuzfahrt ist unter anderem (außer daß das Essen für einen gekocht wird und das Bett gemacht wird), daß man sich nach so einem anstrengenden Besichtigungstag wenigstens keine Gedanken mehr machen muß, wie man an das nächste Ziel der Rundreise kommt.

    Der Kapitän kennt den Weg!

    Unser Weg führt uns nun nach Helsinki. Helsinki hat zwei große Vorteile: Sie schreiben wieder mit lateinischen Buchstaben und sie haben den Euro. Davon abgesehen ist Finnisch selbst aber nahezu unverständlich für so gut wie alle Menschen außerhalb Finnlands. Fairerweise ist aber in Helsinki vieles zweisprachig beschriftet - finnisch und schwedisch (es gibt eine schwedische Minderheit und Helsinki ist offiziell zweisprachig!). So ist das Ratespiel an Schildern auch noch ein doppelter Spaß.

    Aber - und das macht es in skandinavischen Ländern ja durch die Bank einfach - dort kommt man eigentlich immer mit Englisch oder sogar Deutsch sehr gut zurecht.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Helsinki

    Helsinki ist eine vergleichsweise junge Stadt - es wurde zudem durch Brände zweimal nahezu komplett zerstört. So gibt es eine sehr homogene Innenstadt - es gibt sehr viele klassizistische Gebäude und Helsinki ist eine bedeutende Jugendstilstadt.

    Das Fremdenverkehrsamt von Helsinki bietet Beschreibungen für Jugendstilbesichtigungen an. Eine ist zu Fuß, eine weitere kann man mit der Ring-Straßenbahn machen. Weil der Ausdruck selbst in DIN A 3 sehr winzig war, habe ich eine Mail geschrieben und tatsächlich sehr schnell Post aus Finnland bekommen. Mit einem schönen deutschsprachigen Prospekt über die Rundweg samt Plan, außerdem auch noch weiteres Infomaterial zu Helsinki.
    Nachdem heute die Fremdenverkehrsämter aus Kostengründen fast nur noch Downloadmaterial haben, möchte ich das hervorheben.

    Wer sich informieren möchte: http://www.visithelsinki.fi/de/willkommen/touristische-informationen/helsinki-tourist-information

    Aber nun nach Helsinki. Hier braucht man eigentlich keinerlei offizielle Busfahrt - denn der Hafen liegt sehr zentral. Und eine Straßenbahnlinie fährt fast bis zu den Anlegern. Und damit auch der dümmste Tourist nicht vom rechten Weg abkommt, ist dieser mit einer Linie auf dem Boden angezeichnet. Wir folgen also der Linie, kaufen uns für 8,00 € am Fahrkartenautomat (geht mit Kreditkarte - aber PIN erforderlich!) ein Tagesticket für die öffentlichen Verkehrsmittel und machen uns auf den Weg.

    Die Straßenbahn hält direkt am Markt - so nutzen wir die Zeit zu einem Bummel - und können schon mal den Schock über finnische Preise überwinden!

    Vom Markt aus hat man einen guten Blick auf die Uspenski-Kathedrale die das größte orthodoxe Sakralgebäude in der westlichen Welt ist. Die orthodoxe Kirche ist eine der beiden Volkskirchen in Finnland - es sind aber nur 1,1 % der Finnen orthodox - und diese gehören zum Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel.

    Man sieht: Klassizistische Gebäude und Baustellen - ich kam mir vor wie zu Hause!

    Hier die Siegessäule von Zar Alexander auf dem Marktplatz

    Der Dom von Helsinki

    Vor dem Dom steht die Statue des in Finnland für seine Finnland-freundliche Politik sehr geachteten Zar Alexander II

    Das Hauptgebäude der Uni

    Es gibt sehr lustige Wartemöglichkeiten an den Bushaltestellen:

    Und Jugendstilhäuser

    Hier an der Promenade gibt es auch einen Musikpavillon (die Bänke weisen in die Richtung hin)

    und sehr hübsche Imbißbuden:

    Darth Vader hat sich in Helsinki aufs Altenteil zurückgezogen - und wie wir alle es schon erlebt haben - auch hier hat die gute Ernährung ihre Spuren hinterlassen:

    Die Mumins!!!! Die finnisch-schwedische Tove Jansson wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden - so gab es sehr viel mit Mumins (und praktischerweise feiert sowohl Finnland als auch Schweden!) - in der Konditorei-Chocolaterie Fazer war ein Fenster damit dekoriert und es gab ne Menge Süßkram:


    (es spiegelt leider sehr)

    oder Lampen

    Tja - also finnisch lerne ich wohl auch nicht mehr:

    Weiter geht die Rundfahrt:

    Das schwedische Theater

    Das hier ist ein Kaufhaus mit Nobelmarken an der Esplanade - Boss gibts hier, Designmarken usw.

    Wenn man in Finnland kaufen will, sollte man aber seinen Kreditrahmen überprüfen ;D Wobei - im Schlußverkauf hat meine Schwägerin tatsächlich ein paar T-Shirts (Toppi.....) und Schuhe gefunden....

    Man hätte noch unendlich viel entdecken können - aber - eine Rundreise ist nunmal keine Städtereise, so machen wir uns auf den Rückweg zum Schiff - Straßenbahn, aufgemalte Linie.....

    Und heute abend erwartet mich auf dem Bett dieser freundliche Geselle:

  • MS Eurodam - Baltische See - 18.06. St. Petersburg

    Heute stand der zweite Teil unserer St. Petersburg-Besichtigungen auf dem Programm.

    Die Einreise gibt erheblich schneller vonstatten (wobei man sagen muß - es war nicht kompliziert am ersten Tag - man reichte seinen Paß den Beamten, dazu das "Tourticket". In den Durchgängen waren sogar Markierungen angebracht, womit die Beamten die Größe überprüfen konnten! Gesprochen wurde in der Regel nichts - ich stellte fest, daß die Beamten wohl teilweise kein Wort englisch sprachen - ich hatte irgendwie gefragt, ob sie eine Kopie des Tourtickets behalten müsse - ich hatte extra eine Kopie. Die Dame guckte nur verständnislos. Konversation vermutlich eher unerwünscht).

    Aber egal - hinter der Paßkontrolle wartete schon Maria mit unserem Fahrer Sergej auf uns. Alle Mitreisenden waren auch pünktlich, der Himmel trüb wie schon am Vortag - aber warten wir es mal ab - das hat ja schließlich schon einmal gut geklappt.

    Für heute war folgendes geplant: Eine Bootsfahrt auf der Newa, dann Fahrt mit dem Hydrofoil (Tragflügelboot) nach Peterhof, Besuch der Gärten. Mittagessen, dann fahrt zum Katharinenpalast nach Zarskoje Selo.

    Für die Fahrt auf der Newa hatte die Agentur ein komplettes Boot gemietet - hier war der einzige nicht ganz so erfreuliche Punkt: Nachdem ja nur ein Reiseleiter für die Erklärungen nötig war, blieben die anderen Guides an der Bootsanlegestelle. Blöderweise hatte diese Reiseleiterin einen schrecklich unangenehme Stimme, die zudem mit dem Mikrofon nicht gut funktionierte - es gab ständig Übersteuerungen. Sie sprach außerdem in einem entsetzlich leierndem Singsang. Aber nun gut - so wußten wir Maria umso mehr zu schätzen!

    Ein wenig besorgt waren wir - denn Maria hatte uns gewarnt, daß bei schlechtem Wetter eventuell das Tragflügelboot nicht fahren kann (weniger wegen des Bootes - das kann das Wetter ab - aber es wird sehr unerfreulich für die Reisenden - nicht jeder verträgt das gut!)

    Nach der Newafahrt wurde uns mitgeteilt, daß das Boot fahren wird - und damit wir nicht im Regen warten müssen, würde es zum überdachten Anleger des Ausflugsbootes umgeleitet. Einige wenige Minuten würde es dauern.

    Erleichterung! (ja - Tragflügebootfahren war sowohl für meinen Bruder als auch für mich ein echtes Highlight, auf das wir uns schon richtig gefreut hatten. In St. Petersburg fahren welche vom Typ Meteor.

    Die Fahrt beginnt - und es klart ganz langsam auf!

    3 Tragflügelboote starten quasi zeitgleich - und wenn sie die Innenstadt hinter sich gelassen haben, geht es quasi auf die "offene See" des Golf of Finland. Und hier sind die Wellen um einiges höher als in der Stadt - womit erklärt ist, warum die Boote nur bei stabilem Wetter fahren.

    Mein Bruder und ich machen uns auf den Weg - denn das Schiff besteht aus 3 Kompartements - und zwischen dem mittleren und dem hinteren gibt es einen offenen Bereich, den man während der Fahrt betreten kann.

    Wir fahren 70 km/h, der Wind schlägt einen fast um. Aber es ist genial!

    Viel zu kurz ist die Fahrt - wir kommen nach etwa 40 Minuten in Peterhof an.

    Maria weist uns an "einfach der Masse zu folgen - alle wollen ans gleiche Ziel" - sie spurtet schon vorweg, um die Tickets für uns zu besorgen - so daß wir wieder keine Wartezeiten haben.

    Wir sind etwas geplättet ob der Menschenmassen

    Aber Maria beruhigt uns - es sammeln sich nur zu Beginn alle an der Hauptachse - denn die große Kaskade wird täglich mit Musik in Betrieb genommen.

    Wer sich ein wenig informieren möchte, kann hier sehr gute ausführliche deutsche Informationen nachlesen:
    http://www.russlandjournal.de/russland/sankt-petersburg/peterhof/

    Die Fontänen des Parks funktionieren übrigens alle ausschließlich mit Schwerkraft - ich zitiere mal: " Das Erstaunliche ist, dass die Fontänen ohne eine einzige Pumpe funktionieren. Die Wasserversorgung basiert auf einem von Zar Peter dem Großen und einem Team von Spezialisten Anfang des 18. Jahrhunderts entwickelten System. Dabei werden unterirdische Wasserquellen und das natürliche Gefälle des Geländes so genutzt, dass die Fontänen ununterbrochen mit Wasser versorgt werden können. Die Große Kaskade von Peterhof ist ein grandioses Bauwerk und eines der weltweit spektakulärsten Wasserspiele."

    Ach ja - man sieht - das Wetter wurde viel viel besser!


    Das ist eine der beiden Volieren. Früher genossen die Zaren und ihre Gäste hier den Gesang von Nachtigallen oder Drosseln und betrachteten exotische Exemplare wie Papageien oder Kanarienvögel.


    Die Sonnen-Fontäne ist wohl technisch eine der schwierigesten Fontänen des Parks


    Eine der beiden "römischen Fontänen"


    Die Schachbrettkaskade


    Die Orangerie

    Man hätte hier im Park allein sicher noch Stunden - wenn nicht Tage - verbringen können.

    Wir gehen jetzt erstmal zum Mittagessen, bevor unsere Fahrt uns nach Zarskoje Selo/Puschkin führt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Katharinenpalast
    http://eng.tzar.ru/


    Im Spiegelsaal wird für eine Veranstaltung alles aufgebaut und ein Pianist probt.

    Nun geht es durch die einzelnen festlichen Salons und Speisezimmer:

    Das Grüne ist übrigens Alufolie. Das Verfahren, Alufolie herzustellen war kurz vorher erfunden worden und das war seinerzeit etwas hochexklusives und wertvolles - daher wurde sie in 2 Räumen in verschiedenen Farben verwendet.


    Dieses Kleid ist auf diesem Gemälde:

    Auf dem Weg aus dem Palast kommt man an einer kleinen Dokumentation über den Wiederaufbau vorbei:

    Der Palast war schwerst beschädigt, einige Pavillons im Park komplett zerstört. In den Nürnberger Prozessen wurde dokumentiert, was alles zerstört war:
    http://www.nizkor.org/hweb/imt/tgmwc/tgmwc-07/tgmwc-07-64-05.shtml

    Was verwunderte, warum ausgerechnet die Kommunisten Zarenpaläste wieder aufbauen ließen. Unsere Reiseleiterin erklärte es so: Zum einen war das eine willkommene "Arbeitsbeschaffungsmaßnahme", außerdem setzte man damit nicht den Zaren ein Denkmal - sondern der Kunstfertigkeit der Arbeiter, die diese Paläste gebaut hatten.

    Auf dem Rückweg nach St. Petersburg geriet mein Weltbild ins Wanken - denn wir fuhren auf einer mautpflichtigen Autobahn. Maut - in einem sozialistischen Land!
    Tja - man kann entweder sozialistisch im Stau stehen oder kapitalistisch zahlen und fahren....

    Ach ja - die: sind auch schon da - ob die jetzt auch vom Boykott bedroht sind?

    Weil wir dank kapitalistischer Mautstraße schnell in die Stadt kamen, besuchen wir noch die Große Choral-Synagoge von St. Petersburg:

    Jetzt geht es zurück zum Schiff - wir sind nur noch geplättet und voller Eindrücke von St. Petersburg. Man hätte sicher noch so viel besichtigen können - aber für 2 Tage haben wir sicher von der Stadt einen tollen Eindruck bekommen!

  • MS Eurodam - Baltische See - 17.06. St. Petersburg

    St. Petersburg - das zergeht doch auf der Zunge oder? Was hat man nicht für Vorstellungen von St. Petersburg? Sowie der Name fällt, hat man irgendwie Assoziationen....

    Ich hab als Teenie Romane gelesen, die dort spielten - natürlich war alles glamourös, die Heldinnen heroisch, die Stadt spektakulär...

    Und die Sowjetzeit - das machte es irgendwie noch spannender. Man hatte ja schließlich keine Ahnung.

    Ich hol also ein wenig aus, damit auch die, die an so etwas interessiert sind, ein wenig Recherchearbeit sparen:

    Nun gut. Also erstmal die Sache mit dem Visum. Die Reederei will ihre Ausflüge verkaufen, so flatterte uns eine Mail ins Postfach, in der sinngemäß stand: Es gibt 3 Möglichkeiten: Ausflug mit der Reederei, ein Visum besorgen oder an Bord bleiben.

    Die 4. Möglichkeit wurde stillschweigend übergangen - nämlich die Tatsache, daß das, was für Ausflüge mit der Reederei gilt, ebenfalls für Ausflüge mit einem lizensierten lokalen Unternehmen gilt:

    In manche Städte darf man bis zu 72 Stunden visafrei einreisen - vorausgesetzt, man unternimmt seine Besichtigungen mit einem lizensierten Unternehmen, welches berechtigt ist, sogenannte Tourtickets auszustellen. Dafür braucht es dann nur den im Paß vermerkten Namen - nichtmal die Paßnummer. Man trägt das via einen gesicherten Link, welchen man nach Buchung erhält, in ein Formular ein und kann sich (mind. 2-fach) das Tourticket sofort ausdrucken. Das braucht man dann für den Landgang.

    Ein wenig Recherche zeigt: Es gibt einige größere Anbieter, die als zuverlässig gelten (und marktwirtschaftlich arbeiten). Wir haben uns für SPB-Tours entschieden.

    https://www.spb-tours.com/

    Man kann sowohl individuelle Touren haben (man bucht Guide und Fahrzeug und abhängig von der Teilnehmerzahl kostet es eben) oder man kann sich einer sog. Flatrate-Tour anschließen - da liegt das Risiko, den Bus vollzukriegen bei der Agentur und man bezahlt einen festen Preis.

    Da das Schiff ein amerikanisches Schiff war, konnte man so eine Tour nur auf englisch garantieren - was für uns kein Problem darstellte.

    Die Preise bei den großen Anbietern sind quasi identisch - es gibt dann natürlich noch andere Reiseleiter, die Minigruppen annehmen und und und.

    SPB hat Minibusse für max. 16 Gäste. Ein Riesenvorteil gegenüber den Schiffstouren mit Bussen für 50 Personen! Hier war es weniger der Preis als die kleinere Gruppengröße, die für uns ausschlaggebend war.

    Wir haben uns für ein 2-tägiges Komplett-Programm entschieden, das sich St. Petersburg Deluxe nannte und so ziemlich "alles" beinhaltete.
    Wenn schon, denn schon, ausruhen können wir daheim.

    Das 2-tägige Programm kostete 300 US$ = 220 € pro Person, dazu war die Trinkgeldempfehlung für Guide (10%) und Fahrer (5 %).

    Klingt nach ner Menge Holz - relativiert sich aber, wenn man fair anguckt, was inklusive ist:

    Tag 1:
    08:00 Treffpunkt hinter der Einreisekontrolle im Hafengebäude
    08:00 : 09:30 City sightseeing tour. Besuch der U-Bahn
    09:45 : 10:30 Peter und Paul's Festung und Kathedrale, dem Begräbnisort der Zaren
    11:00 : 11:30 Tragflügelbootfahrt nach Peterhof (Sommer Residence)
    11:30 : 13:00 Spaziergang im Park in Peterhof
    13:15 : 14:15 Lunch
    14:15 : 15:15 Fahrt nach Zarskoje Selo ), Innenbesichtigung mit Bernsteinzimmer
    17:00 : 18:00 Rückfahrt St. Petersburg

    Tag 2:
    08:00 : 08:30 Treffen nach der Einreisekontrolle
    08:30 : 09:30 Bootsfahrt auf der Newa
    09:30 : 12:00 Gesonderter Früheintritt in die Ermitage.
    12:00 : 13:00 Lunch
    13:00 : 13:30 Erlöserkirche
    14:00 : 15:30 Jussupow Palast
    15:45 : 16:30 Besuch St. Isaac's Kathedrale

    Inklusive ist dann:
    Alle Hafengbühren für die Einfahrt der Busse
    Guide und Fahrer
    Bus mit Klimaanlage
    Eintrittsgebühren zu allen Museen
    Früheintritt in die Eremitage
    Fotogebühr für alle Museen
    U-Bahn-Ticket
    eine Wasserflasche für jeden Tag für jeden Gast
    Mittagessen mit Getränken
    Tragflügelbootsfahrt
    Das "Tour-Ticket"

    Wenn man weiß, was allein die Visabesorgung für Rußland kostet (etwa 75 € zuzüglich Beschaffung durch eine Agentur), vom Aufwand ganz zu schweigen (es dauert, man braucht eine "Einladung" - die kostet, man muß seinen Finanzverhältnisse offenlegen), genießt schon allein diesen Service.

    Die Eintrittspreise für diese "Highlights" sind auch in Rußland happig - ich hatte mir das im Vorfeld angeguckt.... das Tragflügelboot ist auch nicht billig - und die Agentur chartert eins exklusiv für ihre Gäste - also kein kloppen um die Plätze.

    Das Programm wurde etwas umarrangiert, da in St. Petersburg oft Staatsgäste sind (Putin liebt die Stadt), werden gerne Sehenswürdigkeiten ohne nennenswerte Ankündigung kurzfristig geschlossen. So war es auch mit der Eremitage - unser Programm wurde so umgestellt, daß wir alles gesehen haben und alle Vorteile hatten, ohne beeinträchtigt zu werden.

    Als Individualgast hätte man vermutlich einfach vor verschlossenen Türen gestanden.

    Es waren immer Tickets schon besorgt, wir standen nie in Schlangen, kamen wir ins Restaurant, wurde sofort serviert, keine Wartezeiten, keine Verständigungsprobleme und immer eine saubere Toilette (klingt albern - aber wer mal keine hatte, weiß, wovon die Rede ist!)

    Uffz - jetzt aber genug des Organisatorischen - hier kommt St. Petersburg!

    Das Wetter war morgens immer grau - klarte dann aber im Laufe des Tages auf und war eine wahre Pracht!

    Die Eremitage von der Newa aus gesehen:

    Wir besuchen die Metrostation Admiralteyskaja
    http://en.wikipedia.org/wiki/Admiralteyskaya_%28Saint_Petersburg_Metro%29
    Eine der tiefst gelegenen U-Bahnstationen der Welt!

    Opulent dekoriert wie auch in Moskau, mit Mosaiken, Fresken, Marmor, Kronleuchtern. Paläste für das Volk sollen es sein!

    St. Petersburg wirkt in der Innenstadt oft sehr Pariserisch:

    Für uns geht es am ersten Tag gleich in die Eremitage:

    Faberge-Eier:

    Die Auferstehungskirche:

    Hier haben wir dann zu Mittag gegessen:

    Ich würde sagen: Solide Hausmannskost russischer Art.
    Borschtsch, ein Hack-Auflauf und ein Pudding-Blätterteig-Dessert namens Napoleon, dazu Apfelsaft, Tee, Kaffee, Wasser.

    Die Isaakkathedrale:

    Peter- und Pauls-Festung


    Hier wird heute geprobt für irgendein Militärgelöbnis - wir müssen außen herum - am nächsten Tag wäre vermutlich gesperrt gewesen....

    Hier sind die Zaren begraben.


    Weil die Überreste der letzten Zarenfamilie nicht eindeutig trennbar ist von der Dienerschaft, die mit ihnen umgebracht wurde, hat man eine "salomonische Lösung gefunden". In die Hauptkapelle dürfen "nur" Zaren. Also wurde eine Seitenkapelle gebaut und die Zarenfamilie mit Dienerschaft hier beigesetzt.

    Natürlich besteht St. Petersburg nicht nur aus schmucken schicken restaurierten Altbauten - auch Plattenbau der Sowjetzeit bröckelt vor sich hin - und da die Stadt eine der teuersten der Welt ist wird der Wohnraum dringend gebraucht:

    Dabei sind das "gute" Wohngegenden!

    Nachdem in St. Petersburg so gut wie alle Passagiere von Bord gehen, wird die Gelegenheit genutzt, den Treibstoff aufzufüllen.

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